Auf Abruf

Hilde Tragler zu den Corona-Erfahrungen bei Magna

„Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter steht bei uns im Mittelpunkt und wir werden auch künftig alles Notwendige veranlassen, die Verbreitung von Covid-19 weiterhin zu begrenzen und parallel die Produktionspläne unserer Kunden so weit, wie dies möglich ist, einzuhalten“, mit diesen Worten zitiert der „Kurier“ im März 2020 unser Unternehmen.

Ich frage mich, wie das mit den Erlebnissen, die wir als GLB-Betriebsrät*innen tagtäglich haben, zusammengeht. Wir sprechen hier von der Verkürzung von Taktzeiten, um mit weniger Mitarbeiter*innen mehr Fahrzeuge zusammenbauen zu können, von zusätzlichen Samstagsschichten, vom Abbau der angesammelten Plusstunden zu Zeiten, wo das das Unternehmen vorschreibt.

Und auch davon, dass bereits vereinbarte Urlaube wieder abgesagt werden müssen, weil dies die Produktionsplanung des Unternehmens verlangt.

Kurzum das Unternehmen entscheidet über unsere Köpfe hinweg. Wer meint, dass dieser Umgang gerechtfertigt sei, da viele ja ohnehin sehr lange zu Hause waren, dem sei gesagt, dass angeordnete Kurzarbeit und Stundenabbau bzw. Aufbau von Minusstunden kein Urlaub sind.

Urlaub hat einen Erholungszweck und dazu gehört, dass er mit der Familie verbracht werden kann. Die ständigen Eingriffe in geregelte Arbeitszeiten und in die Urlaubsplanung verhindern dies zusehends und dagegen gilt es anzukämpfen. Statt mehr Flexibilität braucht es mehr Planbarkeit und insgesamt kürzere Arbeitszeiten.

Hilde Tragler, Arbeiterbetriebsrätin von Magna und AK-Rätin in der Steiermark

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