Graz gegen die Krisen

Peter März über kommunale Beschäftigungsimpulse

Krisen sind im kapitalistischen Wirtschaftssystem die Regel und treten so gehäuft und verschärft auf, dass sie zu einer Bedrohung unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts werden. Die KPÖ-geführte Grazer Stadtregierung stemmt sich vehement gegen diese vielfachen Krisen.

Der Handlungsspielraum auf kommunaler Ebene ist dabei begrenzt, denn eine Stadt kann nicht alles auffangen, was auf höherer Ebene unterlassen wird. Trotzdem gelingt es mit einem Bündel an Maßnahmen, das Leben der Menschen zu verbessern.

Lohnarbeit und Beschäftigung ermöglichen trotz aller Entfremdungstendenzen ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben. Hier setzen von der Stadt Graz mit rund 700.000 Euro geförderte Beschäftigungsprojekte an, die sich um den (Wieder-)einstieg von arbeitsmarktfernen bzw. langzeitarbeitslosen Personen bemühen: „Jeder Mensch kann in eine Situation geraten, in der er Hilfe benötigt. Daher ist es wichtig, dass jede und jeder individuelle Beratung und Hilfeleistung erhält, um wieder am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können“, so der Grazer Stadtrat für Arbeit und Beschäftigung Robert Krotzer.

Projekte für Stabilisierung

Alle Projekte sind darauf ausgerichtet, die Vermittlungsmöglichkeit der auf Transitarbeitsplätzen beschäftigten Personen zu verbessern. Maßnahmenziele sind Stabilisierung und Qualifizierung benachteiligter Personen.

  • Das BFI-Beschäftigungsprojekt Graz-Süd saniert im Rahmen einer Kooperation mit dem Sozialamt der Stadt Wohnungen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
  • Das Projekt „WerkStart Steiermark & Start2Work“ der Caritas beschäftigt mit Unterstützung der Stadt 150 Personen in befristeten Dienstverhältnissen.
  • Das Projekt „reactivate“ unterstützt Sozialunterstützungsbezieher*innen durch gezielte Beratung, Begleitung und Aufbau von Qualifikationen sowie bei der Stellensuche.
  • Der Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB) wird für das Projekt „Karriereguiding für ältere Arbeitsuchende“ unterstützt.
  • Das Projekt „Annas Garage“ bringt junge Frauen mit Unternehmen zusammen und gibt ihnen die Chance, sich beruflich zu entwickeln.

In der Elementarpädagogik sind Bundes- und Landesregierung seit vielen Jahren säumig. Graz schafft nun 54 Vollzeitäquivalente für Pädagog*innen und Kinderbetreuer*innen. Dadurch können die Beschäftigungsausmaße von teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter*innen angehoben werden. Das bringt eine spürbare Entlastung des Personals in Kinderbetreuungseinrichtungen – insbesondere während der Mittagsstunden. Mitarbeiter*innen wird damit außerdem ermöglicht, dass sie eine Ausbildung zur Sonderkindergartenpädagog*in absolvieren.

Zudem wird das Besoldungsschema an jenes des Landes angepasst. Die Einstiegsgehälter steigen dadurch um 500 Euro brutto monatlich: „Endlich hat sich – zumindest in Graz – das Verständnis durchgesetzt, dass bessere Arbeitsbedingungen für Pädagog* innen und Betreuer*innen ein Gebot der Stunde sind“, freut sich der Grazer Personalstadtrat Manfred Eber.

Peter März arbeitet für Stadtrat Robert Krotzer (KPÖ) und ist zuständig für Öffentlichkeitsarbeit sowie Referent für Arbeit und Beschäftigung.

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